NAS-Geräte können mehr als Speichern
März 3rd, 2006
Netzwerk-Speichergeräte sind keine Erfindung der Entertainment Industrie. Vielmehr kommen sie aus dem Serverbereich in großen Rechenzentren und haben somit schon eine lange Vorgeschichte. Viele Varianten von NAS Systemen haben sich im laufe der Zeit entwickelt, einige auch in Anlehnung an die vergleichbare Technologie SAN (Storage Area Network). Dabei handelt es sich um ein Netzwerk das ausschließlich dem Zugriff auf vorhandene Speicher dient. Bei SAN-Netzen wird ein Blockorientiertes Zugriffsverfahren verwendet. Auf normale Festplatten wurde stattdessen bisher immer Dateiorientiert zugegriffen.
In einigen zurzeit erhältlichen NAS Geräten verbirgt sich eine ähnliche Technik wie in den angesprochenen SAN-Systemen. Mit Hilfe der Protokolle iSCSI und AoE (ATA over Ethernet) wird ebenfalls blockorientiert auf Daten und Speicher zugegriffen.
Ein NAS Gerät kann aber mehr als nur Speicher zur Verfügung stellen. Was in den Großrechenräumen noch auf dem Server abgewickelt wurde, verwaltet die NAS Software inzwischen selber. Das heißt Benutzerverwaltung inklusive Passwortverwahrung sowie Gruppenrichtlinien werden gespeichert und verwaltet.
Für den externen Zugriff auf die verwalteten Daten verstehen NAS-Geräte die Protokolle SMB (oder auch CIFS), NFS und/ oder AFP. Eine genaue Erläuterung der Abkürzungen findest du in der Begriffserklärung.
Es ist somit möglich bestimmte Ordner oder Dateien für einige Netzwerkteilnehmer zu sperren oder freizugeben. Dies ermöglicht vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Bereichen wo nicht jeder einen kompletten Zugriff auf alle Daten haben darf, zum Beispiel in einem kleinen Büro oder in einer WG.
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